Gut Kamp wird seit 1989 biologisch bewirtschaftet und ist seitdem der Organisation Bioland angeschlossen.
Warum Bio besser ist
In einem ökonomischen Klima, in dem ein größtmöglicher Ertrag, sprich Quantität vor Qualität gestellt wird, bietet der ökologische Landbau Einhalt. Angesichts der Risiken der modernen
Landwirtschaft, wie die beschleunigte Entartung kultivierter Pflanzenarten, Verminderung der Produktqualität, sinkende Fruchtbarkeit bei den Tierarten und eine insgesamt physische Entkräftigung,
ist eine Alternative dringend nötig geworden. Der ökologische Landbau strebt globale Verfahren an, die die Kreisläufe der Natur und die Gesundheit der Menschen respektieren. Er lebt für
einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Boden, Wasser und Luft werden geschützt, die Bodenfruchtbarkeit gefördert und die Artenvielfalt erhalten. Damit
auch unsere Kinder noch eine lebenswerte Umwelt haben, denn wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen!
Unsere Grundprinzipien
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Landschaft; alle Flächen des Ökosystems werden angemessen bewirtschaftet und sind untereinander verbunden, um biologische Vielfalt zu ermöglichen.
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Fruchtfolge; die Kulturen auf unseren Flächen wechseln jedes Jahr, um eine einseitige Belastung der Böden zu verhindern und, um den einseitigen Verbrauch von Nährstoffen und
Spurenelementen zu unterbinden. So können Folgekrankheiten und Schädlingsbefall vermieden werden.
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Zwischenfrüchte; nach der Ernte halten sie Nährstoffe fest, schützen vor Erosion und dienen den Folgekulturen als Nahrung.
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Organische Düngung; Pflanzen gedeihen auch ohne Chemie! Wir düngen ausschließlich mit unserem eigenen Rindermist und -gülle. Künstlich hergestellten Dünger benötigen wir
nicht – gesunde Pflanzen sind in der Lage, genügend Nährstoffe aus gesunden Böden herauszulösen. Wir müssen aber dafür sorgen, dass weder Trockenheit, Staunässe noch Verdichtungen
vorherrschen. Organische Düngung fördern die Bodenqualität. Die Lebendigkeit unsere Böden steht im Vordergrund, weil nur lebendige Böden gesunde Pflanzen und damit gesunde Lebensmittel
hervorbringen.
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Natürliche Bekämpfung; Insektizide, Herbizide und Fungizide brauchen wir bei solch gesunden Böden nicht - gesunde Pflanzen schützen sich selber. Unkräuter, Schädlinge
und Krankheiten werden bei uns durch verschiedene vorbeugende Maßnahmen kontrolliert (angepaßte Fruchtfolgen, Mulchverfahren, etc.).
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Geschlossene Kreisläufe; wir setzen so wenig wie möglich betriebsfremde Stoffe ein, nur eigene Düngermittel, eigene Tiernachzucht, Bio-Saatgut und selbst erzeugtes Futter.
Das Saatgut und Pflanzmaterial muss zertifiziert ökologisch sein und an die Böden und klimatischen Bedingungen angepasst sein.
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Vielfalt; oberstes Ziel ist es, den Hoforganismus im Gleichgewicht zu halten und Monokulturen zu vermeiden.
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Nachhaltiges Wirtschaften; wirtschaftliche Interessen, Ökologie und soziale Fragen sind keine Gegensätze. Sie müssen im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung in Einklang
gebracht werden.
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Wir arbeiten ohne Gentechnik; Bio-Qualität braucht keine Unterstützung aus dem Genlabor: Bei der Erzeugung und Verarbeitung von Bio-Lebensmitteln wird nicht gegen, sondern
mit der Natur gearbeitet.
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Respekt im Umgang mit Tieren; die Tiere haben durch artgerechte Tierhaltung und -fütterung eine höhere Lebensqualität und Lebenserwartung! Die EU-Ökoverordnung garantiert
allen Tieren ein artgerechtes Leben. Das bedeutet frische Luft, viel Platz und genügend Auslauf sowie beste Hygiene-Bedingungen und artgemäßes, gesundes Bio-Futter.
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Kein vorbeugender Einsatz von Medikamenten (Antibiotika, Hormone etc..); unsere Tiere werden nicht mit Leistungsförderern und Wachstumshormonen behandelt.